April
18:00 - 21:00 Uhr Halle 03
Ausstellung

„Drinking the Wind“

Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Dem Wind folgen: Nomaden – damals und heute

Die Ausstellung zeitgenössischer Künstler aus Kirgisistan stellt Fragen zu den dringlichsten Themen unserer Zeit, wie etwa der Selbstheilungskraft der Erde, Ressourcen und der achtsame Umgang mit ihnen, Völkerwanderungen, sowie die Definition von „Heimat“.

Wir leben in Zeiten eines enormen Umbruchs: Landkarten, Handel, Finanzwesen, moderne Kommunikationskanäle – all das nicht mehr physisch greifbar, aber überall verfügbar, nur einen Tastenklick entfernt. Diese neuen Freiheiten sind nach einer Weile überwältigend.

Im Gegenzug: Nachhaltigkeit und materielle Sparsamkeit werden gerade zu Leitmotiven erhoben. Damit dies nicht nur flüchtiger Zeitgeist bleibt, können wir vielleicht von den Nomaden der zentralasiatischen Steppen lernen: Sie nehmen mit ihren Herden nur behutsam das karg Dargebotene und achten darauf, es nicht permanent zu verletzen. Ihre Welt der Dinge ist begrenzt – und wird über Generationen wiederverwendet. Alles ist eingefügt in einen ständigen Kreislauf –  ein permanentes Nullsummen-Spiel. Für den „zivilisierten Verbraucher“ so gewiß nicht nachlebbar; dennoch, im besten Fall, ist es Gedankenanstoß zu einer neuen Bescheidenheit und Nachhaltigkeit.

Künstler*innen aus Kirgisistan: Zhanybek Sultanbekov, Akzhibek Amankulova, Serzhan Bashirov
Kurator: Shaarbek Amankul

Eintritt

Frei

Veranstalter

Shaarbek Amankul und Angelika Walther